Ich habe im Dezember und Januar mit sehr vielen Händlern und Produzenten aus Polen telefoniert (siehe auch den Telefonakquise-Artikel). Ich war doch immer wieder über eine gewisse Abwehrhaltung und Anzweiflung der Vorhabens erstaunt. Ich habe eine Präsentation meines Vorhabens an die Beteiligten geschickt, so dass die Händler und Interessenten aus Polen sich gut auf das Gespräch vorbereiten konnten. Ich habe gesagt, dass keine Kosten auf sie zukommen würden, sondern ich lediglich eine kleine Provision auf den Verkaufspreis draufschlagen würde. Im Grunde haben die Händler aus Polen also kein Risiko und einen weiteren Verkaufskanal in einem ganz neuen Land wie Deutschland. Was spricht dagegen? Zum einen sieht man derzeit keinen Webshop – das ist ein Fakt, dem ich leider zustimmen muss. Zum anderen möchte mir kein Händler eine Zusammenstellung von Produkten bereitstellen, die über den Webhop verkauft werden sollen. Es kamen auch Argumente, dass sie einen eigenen Webshop (auf polnisch!) haben und dass wenn potentielle Kunden wirklich ein Produkt kaufen wollen würden, dann würden sie das ja auch jetzt schon machen. Dass aber Werbung, Suchmaschinenoptimierung und Ausrichtung auf einen eigenen deutschen Markt notwendig ist, wollte man scheinbar nicht hinnehmen. Ich bin erstaunt über die Ignoranz und das Verstreichen einer möglichen Chance, die sich dem jeweiligen Unternehmen geboten hat.
Wenn ich also tatsächlich weiter machen möchte, bleibt mir nichts anderes übrig, als einen Webshop aufzusetzen, Kategorien und erste Artikel aufzunehmen, damit schon mal die Struktur offensichtlich ist. Nach diesem Meilenstein kann ich erneut bei den Händlern und Produzenten anrufen und sagen, dass ein weiterer Schritt bestritten ist und ich jetzt um eine Befüllung des Webshops mit deren Artikeln bitten würde.
Es hat ja auch keiner gesagt, dass das einfach sein würde! Stellen wir uns der Herausforderung!